Anderswelt

Ich stehe am Geländer und schaue in den dunklen, trägen Fluss hinab. Langsam ziehe ich meine Handschuhe aus und hole das Handy aus der Manteltasche. Ich suche nach dem Bild, welches mein Bruder mir geschickt hat – an jenem Abend, an dem er verschwunden ist.

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Nacht auf See

Das Schiff schwankte und pflügte sich durch die Wellen. Tavoran warf einen verschwommenen Blick auf die Kerben im Pfosten der Gefängnistür: sieben Tage.

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Eiszeit

Die gedrungene Gestalt, die zwischen den Waggons herumschlich, bereitete mir Unbehagen, und die Hitze auf der Sanddüne war unerträglich. Schmerz jagte im Rhythmus des Herzschlages durch meinen Kopf, die Zunge lag pelzig und einem Fremdkörper gleich im Mund. Nervös kaute ich auf den aufgesprungenen Lippen und versuchte, den metallischen Geschmack zu ignorieren.

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Von Schafen und anderem Getier

Jan Berger lag im Bett und konnte nicht schlafen. Die roten Ziffern der Digitalanzeige des Weckers auf dem Nachttisch blinkten ihm höhnisch entgegen: 1:42 Uhr.

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